Zuletzt aktualisiert im August 2019

 

Im Herbst 2018 stimmten die Schüler im Schülerparlament sowie die Lehrer und Eltern dafür, die Patenschaft für ein Kind in Butiru (Uganda/Afrika) zu übernehmen. Beim Weihnachtsbasar im Dezember 2018 war es dann so weit: der 6-jährige Emmanuel ist ab sofort unser Patenkind. Für ihn überweisen wir jeden Monat 30 Euro nach Uganda, damit er dort im Waisenhaus leben kann, mit Nahrung und medizinisch versorgt wird, und zur Schule gehen kann. 

An dieser Stelle erfahrt ihr ab sofort, wenn es Neuigkeiten (z.B. einen Brief) von Emmanuel gibt und erhaltet Hintergründe zum Leben in Uganda. 

 

Aufgrund der besseren Lesbarkeit werden die neuesten Informationen immer hinter die bisherigen gestellt und befinden sich damit weiter unten auf der Seite! 

 

Emmanuel Sitsenze

Emmanuel ist ungefähr 6 Jahre alt. Sein genaues Geburtsdatum ist leider, wie bei vielen anderen Menschen im ländlichen Uganda, nicht bekannt.

Emmanuels Eltern sind bei dem kürzlichen Erdrutsch in Bukalasi an den Hängen des Mt Elgon ums Leben gekommen. Alles Hab und Gut der Familie wurde verschüttet. Emmanuel und seine beiden älteren Brüder überlebten, weil sie zur Zeit des Unglücks in der höher gelegenen Bukalasi Primary School waren.

Dank eurer Patenschaft können wir Emmanuel nun in unserem Waisenhaus aufnehmen und sind sehr dankbar.

Emmanuel war bisher in die Erste Grundschulklasse gegangen, aber es kann sein, daß er nächstes Jahr die Klasse noch einmal wiederholen wird. Er steht zur Zeit unter Schock und trauert um seine Familie.

Die Patenschaft für Emmanuel kostet monatlich 30 Euro. Von diesem Betrag können wir Emmanuels Schulgeld, Unterhalt, Schulkleidung und Schulmaterialien kaufen. Zweimal pro Jahr werden wir dann in Zukunft Emmanuels Brief und Zeugnis und einmal im Jahr ein neues Foto senden.

 

 


Unser erster Brief an Emmanuel

Lieber Emmanuel,

Wir sind die Grundschule in Wesendorf (Deutschland) und wir alle freuen uns, dir helfen zu können.

Magst du Schule? Hast du Freunde gefunden?

Wir hoffen, bald von dir zuhören und wünschen dir eine gute Zeit auf der Schule!

Wir lieben dich, Gott liebt dich.

Beste wünsche Klasse 3d und alle Schüler und Lehrer von unserer Schule

 

 

 


Der Trostlöwe

Emmanuel hat von der Grundschule am Lerchenberg ein Kuscheltier (Trostlöwe) bekommen. Frau Boden hat Elisabeth den Trostlöwen gegeben und unseren Brief. Elisabeth

hat den Trostlöwen mit nach Afrika genommen.

 

 

 


Februar 2019: Unsere Kuscheltiere sind in Butiru angekommen

Vor Weihnachten fragte Frau Boden die Lehrerinnen und Lehrer, ob sie von ihren Kindern noch Kuscheltiere haben. Die Kinder in Butiru freuen sich immer über Kuscheltiere.

Es kamen viele Tiere zusammen und Elisabeth hat sie mitgenommen. Viele Kinder freuen sich nun über neue Kuscheltiere und sagen fröhlich DANKE!

 


 

Interview mit Elisabeth Mwaka (Gründerin der Organisation "Freundeskreis Christliche Sozialarbeit in Uganda")

 

Wie ist es in Uganda, wie lebt man dort?

Es ist sehr schön in Uganda, grün und meistens scheint jeden Tag die Sonne, auch während der Regenzeit. Regenfälle sind sehr heftig, aber oft nach zwei Stunden schon wieder vorbei. In Uganda läuft alles ein bisschen langsamer als in Deutschland. Es ist z.B. sehr wichtig, Leute die man auf der Straße trifft ausführlich zu begrüßen, auch auf den Märkten oder auf Ämtern wird miteinander über das täglichen Leben geredet, ehe man zum Geschäftlichen kommt. Da schafft man dann manchmal nicht ganz so viel. Generell sind Leute in Uganda sehr freundlich, sie lachen und reden viel.

Es gibt größere Armut als in Deutschland. Uganda hat keine guten Sozialsysteme, so sind z.B. nur sehr wenige reiche Menschen gegen Krankheiten versichert. Versicherungen gegen Arbeitslosigkeit, Unfälle oder sonstige Katastrophen gibt es gar nicht. Das kann manchmal schon sehr schlimm sein, wenn jemand schwer krank wird und kein Geld hat, sich behandeln zu lassen oder Dürren kommen, die alles auf den Äckern vertrocknen lassen.

 

Was machst Du dort?

Ich bin vor 28 Jahren als Krankenschwester nach Uganda gegangen, um dort in einem kleinen Krankenhaus zu helfen. Da habe ich dann meinen Mann Erasmus kennengelernt und wir sind mittlerweile seit fast 24 Jahren verheiratet. Die ersten Jahre habe ich noch in dem deutschen Hospital gearbeitet, dann sind wir mit meinem Mann im Jahr 2000 in seine Heimat in das Dorf Butiru gezogen. Erasmus kommt aus dem Stamm der Bamasaaba, die in abgelegenen Bergregionen am Mt. Elgon leben.

In Butiru haben wir zuerst ein kleines Krankenhaus gegründet, später auch eine Grundschule, eine Sekundarschule und jetzt auch Schulen für Berufsausbildungen. Auch in anderen abgelegenen Dörfern konnten wir kleine Schulen gründen. Schon seit über 20 Jahren helfen uns deutsche Freunde, Schulgeld für Waisenkinder zu bezahlen. Über die Hälfte unserer Lehrer und Krankenschwestern sind ehemals unterstützte Waisenkinder, die zurück nach Butiru gekommen sind und jetzt anderen Menschen helfen. Das ist sehr schön.

 

Bist du Lehrerin oder Rektorin in einer der Schulen?

Nein, aber ich helfe bei der Verwaltung der Schulen und des Hospitals. Auch kümmern wir uns zurzeit um 706 Waisenkinder. Ich bin sowas wie eine Koordinatorin, die auch ab und zu nach Deutschland kommt und dort von der Arbeit erzählt.

 

Hast Du Kinder?

Ja, Erasmus und ich haben vier eigenen Kinder, Joel (22), Hannah (20), Christine (18) und Ruth (16). Und dann auch über zwanzig Pflegekinder, die über die Jahre bei uns in der Familie gewohnt haben. Die meisten sind jetzt schon fertig mit ihrer Ausbildung und einige haben auch bereits eigene Familien, manchmal komme ich mit dem Zählen der Großkinder schon durcheinander. :-)

 

Woher bekommst du all die Sachen, die die Kinder anziehen und mit denen sie spielen?

Wie euch gibt es in Deutschland andere Pateneltern, die uns jeden Monat Geld für den Unterhalt unserer Waisenkinder senden. Dafür sind wir sehr dankbar und können Kleidung, Nahrung, Schulsachen und auch Schulgebühren für die Kinder kaufen. Spielsachen gibt es nicht viel zu kaufen, das meiste machen sich die Kinder selber, wie Bälle auf Bananenblättern oder Seile aus Sisal zum Springen

 

Von wem werden die Kinder versorgt?

Für die kleineren Waisenkinder haben wir Pflegemütter, die größeren wohnen bei uns in den Schulschlafsälen. Da passen während der Schulzeiten die Lehrer auf und kümmern sich. In den Ferien gehen fast alle Waisenkinder zurück in ihre Dörfer. Auch wenn die Eltern gestorben sind, gibt es doch meistens irgendwo noch ein Großelternteil oder Tanten und Onkels. Es ist wichtig, daß unsere Kinder da den Kontakt nicht verlieren.

 

Was möchtest Du uns sonst noch sagen?

Ich möchte Euch nochmal sehr herzlich für eure Patenschaft danken. Das ist wirklich ganz toll!

 


Ein Danke-Brief aus Uganda

Butiru, 17. Juli 2019

Liebe Waffelbäcker der Grundschule in Wesendorf! 

Wir haben uns sehr über Eure Spende in Höhe von 150,- € gefreut und konnten von dem Geld diese schöne Bücherkiste für unser Hope House kaufen und mit Lesebüchern füllen.

Im Hope House wohnen unsere kleineren Waisenkinder mit Mama Mary und Mama Alice. Euer Patenkind Emmanuel Sitsenze steht ganz vorne und wohnt auch im Hope House.

Die Kinder freuen sich sehr, jetzt in ihrer freien Zeit Geschichten lesen und Bilder ansehen zu können und sie senden Euch ein großes Dankeschön!

Mit herzlichen Grüßen aus dem Butiru Waisenbüro,

Elisabeth, Mary und Peter

 

 

Weitere Informationen zum Projekt und zu den Patenschaften gibt es hier: 

 

www.butiru-freundeskreis.net